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der Anteil und die Dauer der medialen Berichterstattung richtet sich halt idR weniger nach Schwere des Ereignisses, sondern eher nach kultureller/regionaler Bezugsnähe zum Publikum und Neuartigkeit der Story

es muss halt was Neues, News sein....und dass Boko Haram da unten rumschlachtet ist leider schon lange bekannt
 
Ist es nicht auch ein oft geäußerter Vorwurf zu Auslandsthemen, zu finden in den Kommentarspalten:

Kehrt doch erstmal vor der eigenen Tür?
 
Lese ich nur öfter unter Erdogan Artikeln.

edit:
Es ist natürlich scheiße, was die Boko Haram da in Nigeria macht. Aber vielleicht wird deswegen nicht mit derselben Intensität berichtet, weil so ein unfassbares Massaker, gemessen am gefährlichen Alltag, vielerorts in Afrika, nicht so einen starken Kontrast darstellt wie ein Anschlag im Westen – der zusätzlich noch nah dran ist.
 
Etwas anderes: Was mir am Tag des Unglücks etwas negativ auffiel, ist die ungleiche Berichtersattung. Zu Charlie kam abends in einer Newsendung ein ca. 5 Minuten Bericht. Direkt danach wurde in 2 Sätzen die Meldung verlesen, dass in Afrika von der Terrorgruppe wieder 2 Dörfer abgeschlachtet wurden.

Neben der räumlichen Distanz hast Du halt zusätzlich noch die Situation, das dieser Art Anschläge in Nigeria (leider) schon fast wöchentlich stattfinden. Selbst Gräueltaten in der Wiederholung stumpfen irgendwann ab bzw. die Menschen nehmen es nicht mehr so drastisch wahr wie beispielsweise vielleicht noch im Dezember, als Terroristen hunderte Kinder erschossen haben.

Und im Gegensatz zu Nigeria sind Mordanschläge größeren Ausmaßes bei uns (glücklicherweise) immer noch eine Seltenheit. Das klingt wie der bösestes Zynismus, aber die hunderte Tote von Boko Haram haben weniger "Schockeffekt" als eben "nur" 16 Tote in Paris. Aus unserer rein europäischen Sicht natürlich.

Wenn man nur die Zahlen vergleicht wirkt das Ausmaß der Berichterstattung grotesk, aber wie will man dem beikommen? Nachrichten nach der Anzahl der Todesopfer priorisieren? Dann wäre jede Tagesschau eine Dreiviertelstunde lang wenn jeder aktuelle bewaffnete Konflikt mit unschuldigen Opfern "gerecht" behandelt werden würde.
 
Nix dagegen einzuwenden, aber bei uns wird gleich alles mögliche mobilisiert und in Afrika lässt man Boko einfach so weiter machen. Wäre doch mal was, wenn dort zig Tausende Soldaten nach denen suchen würden.
 
Wenn die Welt (Auch Deutschland und Frankreich) endlich mal aufhören würde Waffen an die IS-Kriegstreiber aus Saudi-Arabien zu liefern, könnten wir alle schon längst in Frieden und ohne Terror leben - so schaufeln unsere Politiker auch unser Grab auf Dauer und laufen dann Krokodiltränenheulend beim nächsten Trauermarsch in der 1. Reihe. :nein:
 
Nix dagegen einzuwenden, aber bei uns wird gleich alles mögliche mobilisiert und in Afrika lässt man Boko einfach so weiter machen. Wäre doch mal was, wenn dort zig Tausende Soldaten nach denen suchen würden.

Haha, selten so gelacht. Der westliche Imperialismus hat nichts mehr in den Krisenherden der Welt zu suchen. Führt doch eh zu nix.
 
Nix dagegen einzuwenden, aber bei uns wird gleich alles mögliche mobilisiert und in Afrika lässt man Boko einfach so weiter machen. Wäre doch mal was, wenn dort zig Tausende Soldaten nach denen suchen würden.

Und Du würdest da auch persönlich hingehen, um da aufzuräumen? Oder zumindest ein paar hundert Euro dazu geben? Dann das Ganze natürlich auch noch für die folgenden 10 Krisenherde, ist klar.
 
Haha, selten so gelacht. Der westliche Imperialismus hat nichts mehr in den Krisenherden der Welt zu suchen. Führt doch eh zu nix.
Das würde schon zu was führen wenn nicht immer wirtschaftliche Interessen dahinter stehen würden sondern einfach mal der reine Frieden. Beim Thema Afrika, oder generell 3. Welt, ist einfach der Westen und seine technologischen Errungenschaften gefragt um diese Länder aus dem Dreck zu ziehen. Die können sich doch mittlerweile auf Grund von Ausbeutung,fehlender Bildung und Korruption gar nicht mehr selbst helfen.
 
Naja, das passiert ja auch. Boko Haram heißt ja übersetzt in etwa "Westliche Bildung ist Sünde" und wendete sich zuerst gegen die von der ersten Welt finanzierten Bildungseinrichtungen.
 
Das war nur eine Frage, was man persönlich bereit wäre, für eine solche Mission zu tun. Letztendlich ist es die Gesellschaft, die so etwas beschließen muß und die will in der Mehrheit solche Missionen nun einmal nicht. Außer es macht jemand anders und man muß nichts dafür bezahlen. Forderungen sind immer einfach zu stellen, aber etwas tun will dann auch wieder keiner.
 
Das würde schon zu was führen wenn nicht immer wirtschaftliche Interessen dahinter stehen würden sondern einfach mal der reine Frieden. Beim Thema Afrika, oder generell 3. Welt, ist einfach der Westen und seine technologischen Errungenschaften gefragt um diese Länder aus dem Dreck zu ziehen. Die können sich doch mittlerweile auf Grund von Ausbeutung,fehlender Bildung und Korruption gar nicht mehr selbst helfen.

Utopie. Wollen diese Länder sich denn überhaupt helfen lassen?
 
Na dann ist es doch schön. Du hast dich mit deinen aroganten "Ich bin so sozial... das könnt ihr von euch eh nicht behaupten" schon lange disqualifiziert.

Somit haben wir beide unser Bild, sind zufrieden und brauchen uns nicht mehr weiter zu unterhalten.

... du stellst die Theese auf, dass an Religion alles schlecht ist.

Ich erzähle, was wir alles im Rahmen eine religiösen Zusammenkunft getan haben und deshalb nicht alles an Religion schlecht sein kann.

Und das hast du jetzt allen Ernstes als Fazit genommen? Es ist als ob man gegen eine Wand redet...

@dweezzu danke, dass du mich wieder auf den Thread aufmerksam gemacht hast, jetzt rege ich mich wieder auf. ;)
 
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