Spiegel
Irgendwann hatte auch Peter Stöger sein Lächeln wiedergefunden. 1:5 (1:1) hatte der von ihm trainierte 1. FC Köln das rheinische Derby bei Bayer Leverkusen verloren. Eigentlich war dem 48-Jährigen so gar nicht nach guter Laune. Aber jetzt, während der Pressekonferenz, musste Stöger plötzlich schmunzeln.
Doch es war nichts Herzliches in seinem Gesicht, vielmehr war es ein hämisches Lachen, als wolle er seinem Gegenüber sagen: "Das glaubst du doch selbst nicht." Stöger nahm es Bayer-Trainer Roger Schmidt nicht ab, dass der die entscheidende Szene des Spiels nicht richtig gesehen haben wollte - und sich deswegen um eine Bewertung drückte.
Dabei war diese eindeutig. FC-Stürmer Anthony Ujah war nach einer Viertelstunde im Strafraum von Bayer-Torwart Bernd Leno gefoult worden. Hätte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer gepfiffen, die Kölner hätten die Riesenchance gehabt, mit 2:0 in Führung zu gehen. Und Leno, der bereits in der fünften Minute Gelb gesehen hatte, wäre vom Platz geflogen. "Mit 2:0 und gegen zehn Mann wäre es sicher etwas einfacher gewesen", fasste Stöger leicht ironisch zusammen. Doch Kinhöfers Pfeife blieb stumm, das Spiel lief weiter und drehte sich komplett.
...sagte Leverkusens Trainer, der nach dem Spiel erleichtert und glücklich wirkte wie lange nicht. Und
vielleicht deswegen etwas an der Realität vorbeiredete. "Das Ergebnis geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Wir waren geduldig und sind belohnt worden", sagte Schmidt und erntete da bereits einen irritierten Blick von Stöger.
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So sind sie halt die Pillen. Es hat mich ja noch überrascht, daß der Kinhoyzer nicht noch dem Vogt Gelb gegeben hat wie ursprünglich von mir prognostiziert.